Guatemala-Stadt. Trotz Protests der Prozessparteien ist das Verfahren gegen den früheren guatemaltekischen Machthaber Efraín Ríos Montt wegen Völkermordes wieder aufgenommen worden. Der schwerkranke Ex-General ließ sich beim Prozessauftakt am Mittwoch von seinen Anwälten vertreten. Ríos Montt war 2013 wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 80 Jahren Haft verurteilt worden. Er soll unter anderem für den Mord an 1771 Indios vom Volk der Ixil verantwortlich sein. Aufgrund von Verfahrensfehlern war der Schuldspruch wenige Tage später jedoch aufgehoben worden. dpa/nd