Am Donnerstag präsentierten der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Vertreter der elf Hochschulen die Eckpunkte für die ab 2018 geltenden fünfjährigen Hochschulverträge. »Wir haben damit ein Ziel des Koalitionsvertrags erreicht«, sagte Müller. Alle Beteiligten rühmten die pragmatische Zusammenarbeit. Bisher seien es die schnellsten Verhandlungen gewesen.
Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen die Mittel um 3,5 Prozent pro Jahr anwachsen. Am Ende werden die Hochschulen 2022 mit rund 1,4 Milliarden Euro subventioniert. Das sind rund 222 Millionen Euro mehr als noch 2017 - dieses Jahr bekommen sie 1,18 Milliarden Euro.
Die Lehrerausbildung soll mit zusätzlichen 70 Millionen Euro gestärkt werden. Ziel ist es, die Zahl der Absolventen bis 2022 von derzeit 1000 auf jährlich 2000 zu erhöhen.
Lehrbeauftragte sollen besser bezahlt werden. Zum kommenden Jahr steigt die Vergütung von 24,50 Euro auf 35 Euro pro Stunde. Ab 2019 soll sie auf 37,50 Euro erhöht werden.
35 Prozent der Beschäftigten sollen zudem eine Daueranstellung bekommen. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, sagte: »Es ist wichtig, befristete Beschäftigungsverhältnisse beizubehalten.« Schließlich müsse sich der Mittelbau erst noch qualifizieren. »Sie schaffen eine gute Dynamik mit den Dauerstellten und sorgen für die Balance des Hochschulwesens.«
Die Gewerkschaft ver.di kritisierte, bei den Dauerstellen werde nicht in Mittelbau und Verwaltung unterschieden. »35 Prozent für beide Bereiche - das ist gar nichts«, sagt Jana Seppelt von ver.di. Die selbstständigen Lehrbeauftragten hätten einen Stundenlohn von 80 Euro gefordert.
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1046369.hochschulen-finanzierung-steht.html