nd-aktuell.de / 24.10.2017 / Unten links / Seite 1
Unten links
So langsam wird es unübersichtlich, wo im gesellschaftlichen Koordinatensystem eigentlich genau die Mitte liegt. Die CDU sieht sich hier klar als Kompassnadel. Also egal, wo wir stehen: Mitte Mitte. Wobei ihr immer vorgeworfen wird, sie sei jetzt eher links der Mitte. Also da, wo ganz früher die SPD war, die jetzt eigentlich wo genau ist? Mittig unter der CDU begraben. Rechts neben der CDU darf es eigentlich keine Mitte geben, hieß es, was das alles hier ein bisschen zu tautologisch macht. Und dann kam Bernd Lucke mit der AfD. Der war aber wieder so weit in der Mitte zwischen allen Mitten rechts der Mitte, dass ihn daraufhin das Vakuum aufsaugte. Ein Schicksal, das auch Frauke Petry droht, der Luckes Mitte erst zu weit links war und die nun selber wieder die echte Mitte rechts der Mitte Mitte sein will. Und nun kommt die Brandenburger AfD mit dem super Mitte-Coup um die Ecke: Die »Alternative Mitte« soll verhindern, dass den Rechten die rechte Mitte zu Frauke Petrys echter Mitte überläuft. cod
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