Berlin. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betreiben ihre Nachtzüge durch Deutschland im ersten Jahr profitabel. Sie hatten das Nachtzuggeschäft der Deutschen Bahn vor knapp einem Jahr ersetzt. 2017 werde voraussichtlich mit rund 1,4 Millionen Nachtreisenden abgeschlossen, sagte der Leiter des ÖBB-Fernverkehrs, Kurt Bauer, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Damit sei die Erwartung erfüllt und beim Finanzergebnis sogar übertroffen worden. Unterm Strich stehe ein Gewinn, eine Zahl nannte Bauer nicht. Die ÖBB wollen aber erst einmal im bisherigen Umfang weitermachen. Auf den Bahnstrecken durch Deutschland bleibt es zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember daher beim derzeitigen Nachtzugangebot mit Schlaf- und Liegewagen. Ein Ausbau des Netzes werde erst ab 2021 möglich sein, sagte Bauer. Dann sollen 13 neue Nachtzüge und 8 Tagzüge einsatzbereit sein, für die 400 Millionen Euro eingeplant sind. Derzeit würden 20 Sitzwagen für 20 Millionen Euro in Liegewagen umgebaut, die ersten fünf sollen im Dezember 2018 auf die Schiene kommen. dpa/nd