nd-aktuell.de / 02.02.2018 / Kultur / Seite 14

In der Welt der Wolle

In einem genau geplanten Arbeitsprozess durchstößt Oliver Rincke den Karton mit dicken Nadeln, bevor er Schicht für Schicht die Wolle hindurchfädelt. So entsteht Textilkunst von großer Originalität, deren Bildwelt und Farbwirkung zum Teil an südamerikanische Kunst und Popkultur erinnert. Für seine Wollkompositionen lässt er sich durch Motive, die er in Zeitschriften, Büchern oder im Internet findet, inspirieren, darunter mexikanische Masken, Gürtel von Wrestlern, Fahrzeuge, Comicfiguren und vieles mehr. Verschiedene Elemente werden kombiniert und auf dem Karton skizziert, bevor er diese mit Fäden »ausmalt«, wobei er immer an zwei bis drei Kunstwerken parallel arbeitet. Diese faszinierende Technik entwickelt Rincke seit seiner Teilnahme an einem Textilworkshop 2013 konstant weiter.

Rincke ist ein bereits preisgekrönter Newcomer, den die Galerie Art Cru nun in seiner ersten Einzelausstellung präsentiert. Seit 2010 ist Oliver Rincke (geb. 1978) Mitglied in der Thikwa-Werkstatt für Theater und Kunst. nd

2. Februar, Galerie Art Cru, Oranienburger Straße 27, Mitte