Genf. Die Vereinten Nationen haben vor hohen wirtschaftlichen und sozialen Kosten durch extreme Wetterereignisse gewarnt. Die extremen Ausschläge hätten 2017 die schwersten jemals pro Jahr gemessenen Schäden angerichtet, teilte die Weltwetterorganisation (WMO)[1] der UN am Donnerstag in Genf mit.
Anlässlich des Welttages der Meteorologie am Freitag hieß es, dass Wirbelstürme wie in Nordamerika, Überschwemmungen wie in Südasien und Dürreperioden wie im Osten Afrikas im vergangenen Jahr Schäden von 320 Milliarden US-Dollar angerichtet hätten. Der Großteil davon fiel in den USA an. Auch in der Karibik hätten die Naturgewalten 2017 besonders stark gewütet, erklärte die WMO. Viele der extremen Wetterlagen seien durch den voranschreitenden Klimawandel zu erklären.
Das vergangene Jahr war den Angaben zufolge eines der drei wärmsten jemals gemessenen Jahre. Rund 30 Prozent der Menschheit lebten in Gebieten, in denen an mindestens 20 Tagen pro Jahr potenziell tödliche Temperaturen herrschten. Das Risiko für Erdbewohner in solchen Regionen zu leben, sei seit 1980 konstant gestiegen.
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Die ersten Monate des Jahres 2018 seien auch von extremen Wettersituationen geprägt gewesen, erklärte die WMO. In der Arktis seien unüblich hohe Temperaturen angefallen, während in anderen Gebieten der Nordhalbkugel ungewöhnlich eisige Temperaturen geherrscht hätten. In Kenia und Somalia dauerten die Dürren an. In Argentinien und Australien erlebten die Menschen Hitzewellen, hieß es. epd/nd