Bereits ab Juli sollen Gewerbetreibende mit Prämien zur Umstellung ihres Fuhrparks auf Elektroantrieb motiviert werden. Das ist ein vernünftiger Ansatz, denn diese Fahrzeuge werden besonders viel bewegt. Somit wird auch der Ausstoß von besonders vielen Schadstoffen im Stadtverkehr vermieden, wenn sie auf einen wenigstens vor Ort sauberen Antrieb umgestellt werden.
Das hat bereits die Modernisierung bei den Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe gezeigt. Denn obwohl die Flotte nur 0,1 Prozent aller Motorfahrzeuge darstellt, konnten die Stickoxidwerte an Knotenpunkten wie dem Hardenbergplatz deutlich gesenkt werden.
Von daher geht auch die Moserei der CDU fehl, dass der Senat Privatpersonen von dieser Förderung ausschließt. Bekanntlich stehen Privatautos 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. In diesem Bereich ist einzig die Abschaffung eigentlich nicht benötigter Fahrzeuge die richtige Strategie.
Bei aller Euphorie über Elektroautos darf nicht vergessen werden, dass auch ein geänderter Antrieb am Grundproblem nichts ändert, dass es einfach viel zu viele Autos gibt, die viel zu viel Platz wegnehmen. Dafür müssen Radwege sowie Bus und Bahn schnell ausgebaut werden.
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1092355.elektroautos-in-berlin-die-richtige-zielgruppe.html