Buenos Aires. In Argentinien haben zehntausende Menschen gegen Gewalt gegen Frauen und für das Recht auf Abtreibung[1] demonstriert. Die Demonstrierenden gingen am Montag in der Hauptstadt Buenos Aires unter dem Motto »Wir mögen uns lebend und frei« auf die Straße.
Sie protestierten dabei unter anderem gegen die anhaltend hohe Zahl von ermordeten Frauen in dem südamerikanischen Land. Im vergangenen Jahr wurden in Argentinien nach offiziellen Angaben 278 Frauen wegen ihres Geschlechts ermordet. Seit 2015 wird in dem Land jedes Jahr am 3. Juni gegen Gewalt gegen Frauen demonstriert. Zudem kämpfen Feministinnen in Argentinien seit langem für reproduktive Rechte. Im Juni 2018 stimmte das Abgeordnetenhaus, die zweite Kammer des Parlaments, erstmals für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in den ersten 14 Wochen. Zwei Monate später stimmte der Senat dagegen.
Am 3. Juni feierte auch die Bewegung »Ni una menos« (»Nicht eine weniger«) ihren vierten Jahrestag und erinnerte an jene Frauen, die seit der Gründung ermordet wurden. Die Bewegung fordert eine Gesetzgebung gegen sexistische Gewalt. AFP/nd