Das eine oder andere Geschäft hat ja tatsächlich die Mehrwertsteuersenkung an die Verbraucher weitergegeben. Am häufigsten dürfte man dies am täglichen Einkauf beim Supermarkt merken. Doch was einem da geschenkt wird, macht sicherlich keinen reich. Auf dem Kassenbons stehen meist nur Cent-Beträge, die erlassen werden.
Folglich ist es nicht überraschend, dass in einer Umfrage für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung[1] lediglich 17 Prozent der Befragten angaben, wegen der Mehrwertsteuersenkung Anschaffungen vorzuziehen oder zusätzliche Ausgaben zu tätigen. Zu wenig spart man als einzelner Konsument dabei, als dass es einen Ausschlag geben könnte. Die Bundesregierung verschüttet also rund 20 Milliarden Euro mit der Gießkanne über die gesamte Wirtschaft. Dabei hätte das viele Geld weitaus besser und sozialer angelegt werden können. So kann der eine oder andere Euro mehr in der Tasche bei Menschen in Kurzarbeit tatsächlich etwas bewirken.
Denn den Betroffenen ist mit der Coronakrise ein großer Teil ihres Einkommens weggebrochen, während die Fixkosten meist unverändert bleiben. Bei ihnen wäre mehr Kurzarbeitergeld tatsächlich ein Wumms.
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1140880.mehrwertsteuersenkung-cent-betraege-sind-kein-wumms.html