nd-aktuell.de / 26.05.2021 / Ratgeber / Seite 21

Baumscheiben freihalten

Rund um die bäume

Ein dichter Bewuchs bis zum Stamm kann zudem die gefürchtete Kragenfäule fördern. Halten Sie den Rasen im Obstgarten deshalb möglichst kurz. Die Baumscheibe, also der Bereich von 50 bis 100 Zentimeter Durchmesser rund um den Stamm, sollte frei von Bewuchs bleiben. Eine Mulchschicht aus organischem Material verhindert, dass sich nach dem Jäten erneut Unkräuter breitmachen. Zudem hält sie den Boden gleichmäßig feucht und beugt dem erneuten Einwachsen von Gräsern in die Baumscheibe vor. Frischen Rasenschnitt nur dünn auftragen, dafür wöchentlich nachlegen. Tipp: Vom erstmaligen Verteilen ein bis zwei Hände Hornspäne streuen.

Bei Trockenheit wässern

Obstbäume müssen bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Apfelbäume etwa brauchen in Trockenzeiten wöchentlich so 40 Liter Wasser. Zum Schutz vor Verdunstung sind neben Mulch im Fachhandel auch spezielle Mulchscheiben aus Kokosfaser erhältlich. Sie haben den Vorteil, dass man sie zum Wässern leicht entfernen kann.

Wasserschosse ausreißen

Stark wachsende Apfel- und Birnbäume entwickeln nach einem kräftigen Rückschnitt - egal ob im Sommer oder traditionell im Spätwinter - auf der Oberseite der Äste meist unzählige »Wasserschosse«, die dann ebenfalls entfernt werden müssen. Machen Sie es wie die Profis und reißen Sie die gerade einmal 30 bis 40 Zentimeter langen Zweige gegen die Wuchsrichtung mit einem kräftigen Ruck heraus. Voraussetzung für den Juniriss ist, dass die Triebe noch nicht verholzt sind, also keine feste Verbindung zum Ast haben. Der Vorteil: Vorhandene »schlafende Augen« werden auch mit herausgerissen. Agenturen/nd