Klassenfahrt, Elterngespräch, Konferenzen – und zu Hause stapeln sich die nicht korrigierten Arbeiten. Das ist Alltag bei den Lehrkräften. Viele von ihnen bemängeln die überbordende Arbeit. Ihnen unterrichtsferne Verwaltungstätigkeiten abzunehmen, wäre eine sinnvolle Sofortmaßnahme. Die Aufgaben an den Schulen generell in multiprofessionelle Teams umzustrukturieren, ist naheliegend. Außerdem müsste die Arbeitzeit der Lehrkräfte besser erfasst werden. Das Deputatsmodell[1] bemisst nämlich nur die reinen Unterrichtsstunden und steht schon lange in der Kritik, weil es zu Mehrarbeit führt.
Mit einer genaueren Arbeitszeiterfassung sollten auch die Weiterbildungen ihren festen Platz erhalten[2]. Denn die drohen derzeit wegen der hohen Arbeitsbelastung, zu kurz zu kommen – was dem Unterricht auf Dauer schadet. Die Motivation der Schüler leidet darunter, wie die Pisa-Studie[3] in der vergangenen Woche besonders im Fach Mathematik konstatiert hat. Den Jugendlichen dafür in die Verantwortung zu geben, wäre falsch. Vielmehr stecken dahinter längst bekannte Mängel im Schulsystem – die endlich angegangen werden müssen.
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1178396.bildung-altbekannte-maengel-in-der-schule.html