Vielfältige Veranstaltungen und Demonstrationen wird es am und rund um den 1. Mai geben. Der Anlass ist eine gute Gelegenheit, auch für das »nd«, sich auf der Straße zu zeigen. Unterwegs sind wir vor allem in Berlin.
Los geht es schon früh am Tag der Arbeiterbewegung. Engagierte Mitarbeiter*innen des »nd« verteilen unsere Wochenzeitung und Flyer auf der DGB-Demo in Berlin. Vielleicht bekommen einige unsere Trillerpfeifen in die Hände, um lautstark für bessere Arbeitsbedingungen einzutreten. Der Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes »Mach dich stark mit uns«, als Aufruf zur gewerkschaftlichen Organisation, kann Mut machen, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Dass Gehälter und Arbeitsbedingungen dort besser sind, wo die gewerkschaftliche Organisation besonders hoch ist, ist kein Ammenmärchen, sondern Wirklichkeit. Im Aufruf des DGB auf der Webseite heißt es: »Damit machen wir ein attraktives Angebot: Mit uns kämpft niemand allein – eine starke Gemeinschaft macht auch jeden Einzelnen stärker.«
Wem das nicht weit genug geht, der ist sicher besser auf der traditionellen Revolutionären 1.-Mai-Demo aufgehoben, die auch in diesem Jahr traditionell um 18 Uhr startet. Auf ihrer Seite schreiben die Veranstalter*innen: »Antifa – das bedeutet Vielfalt. Es gibt verschiedene Kämpfe – sie alle gehören zusammen. Schulter an Schulter für eine bessere Welt.« Auch ihnen geht es um gemeinsames Handeln. Die Demo startet am Südstern, führt dann durch Kreuzberg und endet in Neukölln an der Hasenheide. Das »nd« ist auch dort zu finden.
Wer schon immer mal ins All wollte, ist auf der My-Gruni-Demo gut aufgehoben, die in diesem Jahr unter dem Motto »Gemeinwohlorientierte Raumfahrt« steht. Ein empfehlenswertes Spektakel, das auch wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollen, wenn »Musk, Milei und Merz«, nein, nicht auf den Mond, sondern zum Mars geschickt werden sollen. Der Grund für diesen Postversand, ist, dass die Erde endlich in eine »entmilliardärisierte Zone« verwandelt werden müsse, um »ein solidarisches Leben auf dem Planeten Erde zu ermöglichen«, wie die Veranstalter*innen in ihrem Aufruf schreiben.
Darüber hinaus freuen wir uns auf regen Besuch auf dem 1.-Mai-Fest der Linken in Dresden, die bei der Bundestagswahl deutlich besser abgeschnitten hat, als ursprüngliche Prognosen es voraussagten. Hier können Sie sich über die Partei und andere Projekte in Sachsen informieren. Das jährliche Motto »Heraus zum 1. Mai« steht bereits fest. Am Programm wird noch gefeilt; für das leibliche Wohl, so viel kann man sagen, ist in jedem Fall gesorgt. Dort ist unser Stand wieder am großen pinken Karl Marx zu erkennen. Unsere praktischen Trillerpfeifen bekommt ihr selbstverständlich nicht nur in Berlin, sondern auch in Dresden. Einfach mal »Laut sein, wenn andere schweigen«, ist ein Motto, das vielfältig nutzbar ist, nicht nur in der Zeitung, sondern auch auf der Straße.
Ebenfalls vertreten sein werden wir auf dem Gegenform-Kongress. Eine antifaschistische Tagung mit dem Titel »Antifa out of line. Kongress gegen autoritäre Formierung«, die auf verschiedenen Podien unterschiedlichste gesellschaftliche Themen in den Blick nimmt. Es wird unter anderem um die Krise linksradikaler Kritik gehen, um Populismus, rechte Ideologien, aber auch um eine theoretische Auseinandersetzung mit der postmodernen Gesellschaft.
Eine weitere Veranstaltung auf unserem Terminkalender ist die Streikkonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ihrer gewerkschaftlichen Partner am 2. und 3. Mai. Es ist nun schon die 6. Konferenz ihrer Art. In diesem Jahr findet sie unter dem Motto »Gegenmacht im Gegenwind. Gewerkschaftliche Kämpfe als Antwort auf Rechtsruck, Transformation und Kürzungspolitik« statt. Bereits im letzten Jahr in Bochum hatte die Konferenz rund 1500 Teilnehmer*innen. Gesucht werden Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen – ein Anliegen, das aktuell viele Menschen teilen. Es wird ebenso um Streikpraxen gehen, wie um gesellschaftliche Fragen, beispielsweise wie Klimawandel in der Gewerkschaftsbewegung mitgedacht oder wie rechten Einstellungen im Betrieb begegnet werden kann, um nur einen kleinen Einblick in die Themen der Konferenz zu geben. Bei beiden Konferenzen ist eine Anmeldung notwendig. Nähere Informationen zu beiden Veranstaltungen finden sich auf der jeweiligen Webseite.
Mit dabei auf jeden Fall das »nd«. Wir sind nicht nur auf der Straße, sondern berichten auch über verschiedene Veranstaltungen. Linke Medien sind wichtiger Bestandteil für linke Bewegungen. Und wer das »nd« unterstützen möchte, melde sich gerne bei uns. Schicken Sie uns Ihre Bestellungen und sagen uns, wo Sie Infomaterial auslegen oder verteilen möchten, dann können wir Sie gerne in der Rubrik »Commune« als Anlaufpunkt für den 1. Mai nennen. Einfach per E-Mail (marketing@nd-online.de) bis einschließlich 14. April Material und Zeitungen bestellen.
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1190298.tag-der-arbeit-mai-n-mit-dabei.html