Stark gekämpft und trotzdem verloren – die Handballer des SC Magdeburg haben den haushohen Bundesliga-Favoriten SG Flensburg-Handewitt an den Rand einer Niederlage gebracht, mussten sich am Sonntag aber knapp mit 28:29 (13:16) geschlagen geben. Das junge, aber durch Verletzungen erheblich geschwächte Team der Bördeländer verlangte den Norddeutschen alles ab und hätte nach den 60 Spielminuten einen Punktgewinn verdient gehabt. Am Ende stand aber die zweite Saisonniederlage zu Buche, nachdem zum Saisonauftakt beim TBV Lemgo mit 30:38 verloren worden war.
Beste Werfer der Partie vor 4500 Zuschauern in der Magdeburger Bördelandhalle waren Fabian van Olphen (8) und Bartosz Jurecki (8) für die Gastgeber sowie Anders Eggert (7/7) bei den Gästen. Der Flensburger Oscar Carlén sah in der 28. Minute die Rote Karte. Auch sein Teamkollege Michael Knudsen (52.) sah nach drei Zeitstrafen die Rote Karte.
Obwohl klarer Außenseiter starteten die Magdeburger couragiert und standen vor allem in der Abwehr sicher. Flensburg tat sich zunächst etwas schwer, kam aber über Tempogegenstöße zum Erfolg. Doch angeführt von Kapitän van Olphen, der im ersten Durchgang sechs Tore markierte, blieb der Gastgeber bis zum 12:13 (24.) auf Augenhöhe. Aber dann gingen die Hausherren fahrlässig mit ihren Chancen um, vergaben allein drei Siebenmeter und lagen zur Pause mit 13:16 zurück.
Nach Wiederanpfiff leisteten sich die Magdeburger viele technische Fehler (14:21/37.), kämpften sich aber zurück und schlossen durch fünf Tore in Serie zum 19:21 (44.) auf. Die Gäste sorgten mit dem 23:21 (47.) und 26:22 (52.) für die Vorentscheidung. Nach einem Doppelschlag von Jurecki und einem Tor von Robert Weber schien beim 27:28 (58.) ein Remis nahe. Aber Flensburg behielt die Nerven und sicherte sich den glücklichen Auswärtserfolg. dpa/ND
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