München (dpa/ND). Die CSU/FDP-Koalition in Bayern ringt weiter um eine gemeinsame Haltung zur Unterbringung von Asylbewerbern. Auch zu einem nächtlichen Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen brachte ein Treffen der Koalitionsspitzen am Samstagabend in München noch keine Einigung.
Der Streit darüber, wie lange Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften leben müssen, solle aber in den kommenden Wochen beigelegt werden, erklärten die beiden Fraktionsvorsitzenden Thomas Hacker (FDP) und Georg Schmid (CSU) nach der Sitzung. Die bayerische FDP will die Fristen insgesamt möglichst kurz halten und möglichst viele Ausnahmen zulassen. Beispielsweise sollen traumatisierte Flüchtlinge und Familien nicht mehr zwangsweise in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, sondern sich schnell selbst eine Wohnung suchen dürfen. Die CSU ist mit Blick auf mögliche Ausnahmen deutlich restriktiver.
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