Schwerin (dpa/ND). Die Forderung von Meckenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellerings (SPD) nach einem schnellen Abzug aus Afghanistan ist nach Ansicht der Landes-LINKEN zwar begrüßenswert, aber wenig glaubwürdig. Obwohl es dazu bereits einen Beschluss des SPD-Landesvorstandes gebe, hätten die Sozialdemokraten weder in der Regierung noch im Landtag entsprechende Initiativen ergriffen, kritisierte am Montag der friedenspolitische Sprecher der LINKEN im Landtag, Peter Ritter. Einen Antrag seiner Fraktion, der gegen die Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents in Afghanistan gerichtet war, habe die SPD im März zusammen mit der CDU im Landtag abgelehnt.
Nach dem Tod von sieben Soldaten in zwei Wochen hatte Sellering seine Forderung nach einem raschen Abzug der Bundeswehr am Wochenende bekräftigt.
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