Mit einer »konkreten Aktionsagenda« will das UNDP raschere Fortschritte auf dem Weg zu den Millenniumsentwicklungszielen (MDG) erreichen.
In einer neuen Studie untersucht Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) die wirtschaftliche Situation in etwa 50 Ländern und zieht eine Zwischenbilanz. Die Finanz-, Nahrungs- und Treibstoffkrisen hätten es bisher erschwert, die Ziele wie geplant bis 2015 zu erreichen, sagte die UNDP-Leiterin Helen Clark, Neuseelands frühere Premierministerin. Über die bisherigen Bemühungen um die MDG wird der nächste UN-Gipfel im September beraten, wo auch ein Aktionsplan für die kommenden fünf Jahre beschlossen werden soll.
Die Vereinten Nationen wollen die Zahl der Armen und Hungernden auf der Welt halbieren, allen Menschen Bildung bieten sowie die Kinder- und Müttersterblichkeit drastisch reduzieren. Zudem setzt sich die Weltorganisation mit der Millenniumskampagne für die Gleichbehandlung der Geschlechter, einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt und den Kampf gegen Krankheiten wie Aids und Malaria ein. Nach Einschätzung von UNDP verfügen die Staaten der Weltgemeinschaft über das notwendige Know-how und die Ressourcen, um die Ziele erreichen.
Als Erfolg wird zum Beispiel hervorgehoben, dass seit der Abschaffung der Schulgebühren an Grundschulen in Äthiopien wesentlich mehr Kinder als früher den Unterricht besuchen. In Afghanistan hat zudem der Bau neuer Krankenhäuser dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren erheblich zurückgegangen ist. In Ghana führte ein landesweites Düngerersatz-Programm zwischen 2003 und 2005 dazu, dass die Nahrungsproduktion um 40 Prozent anstieg.
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/173583.hauptproblem-finanzkrise.html