Nürnberg (AFP/ND). Die Deutschen schauen einer Studie zufolge im Supermarkt seltener auf den Preis als angenommen. Kunden strafen die Läden nur bei einer begrenzten Zahl von Waren wie etwa Kaffee, Schokolade oder Butter bei Preiserhöhungen mit einem Absatzrückgang, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und SAP Deutschland hervorgeht. Bei vielen anderen Produkten seien sie bei entsprechender Leistung dagegen sogar bereit, überdurchschnittlich hohe Preise zu zahlen. Damit hätten Supermärkte die Möglichkeit, sich gegenüber Discountern bei diesen Produkten höhere Gewinnmargen zu sichern.
Der Studie zufolge lassen nur 40 der 275 untersuchten Warengruppen des täglichen Bedarfs für die Händler keinen oder kaum Spielraum zu. In dieser Gruppe, zu denen etwa auch Joghurt oder Fruchtsäfte gehören, erkennen Kunden schnell Preisänderungen. Da diese Gruppen rund die Hälfte des Umsatzes ausmachten, sei hier der Preiskampf besonders intensiv.
Bei mehr als 230 Warengruppen seien die Verbraucher dagegen bereit, tiefer in die Tasche zu greifen, wenn Sortiment, Produktleistung und Service stimmten. Die Kunden haben bei diesen Produkten, wie etwa Reinigungsmitteln, Gewürzen, Süßstoffen, Essigkonserven oder Produkten zur Möbelpflege, der Studie zufolge keine oder nur geringe Preisvorstellungen, weshalb die Händler hier Gewinne einfahren könnten. Foto: dpa/Berg
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