Die Erderwärmung führt zu einer starken Verringerung des pflanzlichen Planktons in den Ozeanen, was zunehmend die gesamte Nahrungsmittelkette in den Meeren gefährdet. Zu diesem Schluss kommen drei Forscher der Universität Dalhousie in der kanadischen Provinz Neuschottland im Fachblatt »Nature« (Bd. 466, S. 591). Demnach ging die Masse an Phytoplankton in den vergangenen 60 Jahren um rund 40 Prozent zurück.
»Phytoplankton produziert die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen, es reduziert den Gehalt an CO2 und ist letztlich auch ausschlaggebend für den Fischfang«, hob Ko-Autor Boris Worm hervor. Die Wissenschaftler kombinierten Daten aus modernen Satellitenbildern mit älteren Daten aus Aufzeichnungen über die Sichttiefe der Meere seit 1899.
Die Auswertung ergab eine Parallele zwischen dem Rückgang des Planktons und dem Anstieg der Wassertemperaturen im Zuge des Klimawandels.
Das Foto zeigt Kieselalgen, die nun wohl untauglichen Hoffnungsträger der Versuche, mit Eisendüngung die CO2-Aufnahme der Meere zu steigern. AFP/ND
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/176409.dem-plankton-wird-warm.html