nun erstmals in deutscher Sprache erscheint;
Das Kernstück von Bauvals Hypothese ist die Korrelation zwischen den großen Pyramiden von Gizeh mit dem dreigestirnigen Gürtel aus dem Sternbild des Orions, in dem die alten Ägypter Osiris, den Bruder und Gemahl der Göttin Isis, als Totengott verehrten. Hält man eine gute Fotografie dieser drei Sterne vor eine Luftaufnahme der hintereinander stehenden Pyramiden, dann ergibt sich eine verblüffende Deckung. Darüber hinaus sollen die Abmessungen der Bauwerke genau den Leuchtkraftverhältnissen der Gürtelsterne entsprechen.
In diesem Zusammenhang wird die Vermutung geäußert, daß sämtliche Pyramiden der 4. Dynastie (2635-2155 v. u. Z.) nach einem astronomischen Gesamtplan entstanden seien. Auch das Geheimnis der vier Schächte in der Cheops-Pyramide, lange Zeit als Belüftung gedeutet, wird in die astronomische Interpretation einbezogen. Laut Bauvals sind sie so angeordnet, daß die Seelen der Bestatteten zu ihrer Sternenheimstatt auffahren können. Erst im März 1993 hatte der deutsche Archäologe und Roboterexperte Rudolf Gantenbrink den Schacht aus der Königinkammer mit einer roboterbewegten Kamera erforscht. dpa/ND
Von links nach rechts: Mykennos-, Chephren- und Cheops-Pyramide unweit der ägyptischen Hauptstadt Foto: dpa
Seit Jahrtausenden fasziniert der Anblick der Pyramiden von Gizeh, des einzigen noch erhaltenen der sieben Weltwunder aus antiker Zeit. Die Wissenschaft rätselt bis zum heutigen Tag über das Geheimnis ihrer Entstehung und den letzten Sinn ihrer Bestimmung.
Jetzt liegen zumindest Hinweise vor, warum die Ägypter die Bauten scheinbar planlos in der Wüste angelegt haben und welche weitergehende Bedeutung hinter dem Zweck eines Pharaonengrabes zu sehen sein könnte. Den Schlüssel hat die Astronomie geliefert, die bei den alten Ägyptern hoch entwickelt war. Ins Visier geriet Orion, eines der eindrucksvollsten und schönsten Sternbilder.
Mit Computerhilfe hat der in Ägypten aufgewachsene Wissenschaftler und Ingenieur Robert Bauval den Nachthimmel über dem Niltal in der Zeit vor 4000 Jahren rekonstruiert. Dabei erkannte er zu seiner Überraschung die Anlage der Pyramiden von Gizeh als Versuch einer Darstellung des Sternenhimmels auf Erden. Anordnung und Größen der Bauwerke, davon ist er überzeugt, geben die Himmelsregion um den Orion als die ewige Heimstatt der Seelen ägyptischer Könige wieder. Zusammen mit seinem Koautor, dem Schriftsteller und Verleger Adrian Gilbert, hat er dazu überraschendes Material zusammengetragen, das unter dem Titel „Das Geheimnis des Orion“
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/506933.pyramiden-von-gizeh-als-spiegelbild-der-orion-sterne.html