Menschen wie Hans-Jürgen Fischbeck waren im Selbstverständnis der DDR eigentlich nicht vorgesehen. Nicht im volkseigenen Betrieb, nicht an der Universität, nicht bei der realsozialistischen Sero-Aktion am Sonntag vormittag im Wohngebiet und nicht bei jenen Inszenierungen, wenn die führenden Genossen ihr Volk abnahmen. Und schon gar nicht waren sie vorgesehen in jenen wachsamen Kommissionen, die darüber befanden, ob solche Fischbecks ihre Kinder auf eine Erweiterte Oberschule schicken durften. Zwar wurden die Instanzen in solchen Fällen selten so deutlich, wie die einstige Direktorin der Pankower Janusz-Korczak-Schule (!), die einmal einer kirchlich gebundenen alleinerziehenden Mutter bedeutete, ihr hochbegabtes Kind dürfe nicht auf die EOS, weil „wir dort nur den staatsbejahenden Nachwuchs ausbilden“, aber in der Regel blieben vielen Fischbecks unter uns nur die berühmten Nischen. Oder die Kirche.
Und mußten wir sie doch unter uns dulden, und gerieten sie doch an eine Universität und womöglich sogar ohne Hilfe des Staatssekretariats für Kirchenfragen oder ohne eine Intervention Stolpescher Provenienz -, dann waren anschließende berufliche Karrieren ziemlich ausgeschlossen. Politische auch. Das höchste, was wir ihnen antrugen, war dann der Posten eines Gewerkschaftsvertrauensmannes. Da konnten sie nicht viel Schaden anrichten.