Berlin (nd). Der Geschäftsführende Vorstand der Linken hat sich am Montag für eine Gedenktafel ausgesprochen, mit der die Partei an ihrer Bundesgeschäftsstelle in Berlin an die Opfer des Stalinismus erinnern will. Er freue sich, dass diesem Anliegen einstimmig Rechnung getragen worden sei, so Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn im Sozialen Netzwerk Facebook. Er erinnerte zudem an eine Formulierung des früheren PDS- und Linken-Chefs Lothar Bisky, der 1995 erklärt habe, es sei »auch Pflicht, jene zu ehren, die von Stalin umgebracht wurden, zumal wir die einzigen sein werden, die den zahlreichen kommunistischen Opfern Stalins wenigstens ein geistiges Denkmal setzen werden«.
Die Idee der Gedenktafel war im Dezember 2010 von einem Arbeitskreis der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BDA) an die Partei herangetragen worden. Sie soll die Inschrift tragen: »Ehrendes Gedenken an Tausende deutsche Kommunistinnen und Kommunisten, Antifaschistinnen und Antifaschisten, die in der Sowjetunion zwischen den 1930er und 1950er Jahren willkürlich verfolgt, entrechtet, in Straflager deportiert, auf Jahrzehnte verbannt und ermordet wurden.«