Kaum war der zweite mutmaßliche Attentäter von Boston am Wochenende in Watertown in den USA gefasst worden, griffen in der Bundesrepublik die alten Reflexe. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich nutzte die Gunst der Stunde, um der Öffentlichkeit die Ausweitung der Videoüberwachung erneut schmackhaft zu machen. Damit handelt sich der CSU-Politiker nicht nur die Kritik der drei Oppositionsparteien ein, sondern auch die des Koalitionspartners FDP. Auch die Gewerkschaft der Polizei erinnert ihn daran, dass das Bundesverfassungsgericht Videoüberwachung nur an gefährlichen Orten für opportun hält.
Friedrich will mehr Kameras aufstellen[1]
Kritiker werfen dem Innenminister vor, den Anschlag von Boston zu instrumentalisieren
Gläserner Bürger[2]
Aert van Riel über mehr Videoüberwachung in Deutschland
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/819459.kleine-kameras-grosse-brueder.html