Berlin. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat das Aufkommen des Solidaritätszuschlags für den Erhalt von Kulturgütern in den ostdeutschen Bundesländern reklamiert. »In Mitteldeutschland liegt die geistesgeschichtliche Wiege des wiedervereinigten Deutschland«, sagte die Politikerin der Tageszeitung »Die Welt«. »Ich fordere einen größeren Einsatz des Bundes für die Kulturgüter in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.« Zugleich präzisierte Lieberknecht ihre Forderung nach einem Deutschlandfonds, der 2019 den Solidarpakt ersetzen soll. Sie sei dagegen, den Solidaritätszuschlag ersatzlos zu streichen. Mit dem Aufkommen könne neben Infrastrukturprojekten auch »der Erhalt von Kulturgütern« finanziert werden. Sie seien besonders in Mitteldeutschland verbunden mit Namen wie Martin Luther, Johann Sebastian Bach oder Franz Liszt. »Weimar ist das kulturelle Gedächtnis der ganzen Nation«, fügte die Ministerpräsidentin hinzu. epd/nd