Berlin. Im Streit um Hilfslieferungen für das schwer umkämpfte Lugansk haben Russland und die Ukraine nach Angaben aus Kiew eine Einigung erzielt. Dank der internationalen Unterstützung sei es gelungen, eine Eskalation zu vermeiden, teilte Präsident Petro Poroschenko am Freitag mit. Auch das finnische Staatsoberhaupt Sauli Niinistö bestätigte nach einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin, dass es eine Einigung zwischen Kiew, Moskau und dem Roten Kreuz gebe. »Wir haben gehört, dass sich der russische Hilfskonvoi bewegt«, sagte er in Sotschi. Die etwa 280 russischen Lastwagen waren an der Grenze wegen Unstimmigkeiten über die Abfertigung zum Stehen gekommen.
Um die von Moskau entsandten 280 Lastwagen hatte es Streit gegeben, unter anderem war der Befürchtung Ausdruck verliehen worden, Russland könne den Konvoi für militärische Zwecke nutzen. 59 Grenzschützer und Zollbeamte hatten sich daraufhin bereitgehalten, um die Lkw auf russischer Seite zu inspizieren und so den Weitertransport von rund 1.800 Tonnen Nahrungsmitteln, Decken und Stromgeneratoren zu ermöglichen. Erste Angaben eines ukrainischen Militärsprechers, die Kontrolle der Fracht habe bereits begonnen, erwiesen sich zunächst als verfrüht. Am Nachmittag warteten die Inspekteure nach wie vor auf Dokumente des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), wie das Militär kurz darauf erklärte. Auch ein Sprecher der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigte am Nachmittag, noch sei kein Lkw unmittelbar an der Grenze eingetroffen. Agenturen/nd