Zudem drohen die Betrüger zahlungsunwilligen Verbrauchern, sie würden direkt einen Streifenwagen vorbei schicken.
Die Verbraucherzentrale warnt: Verbraucher sollten sich nicht einschüchtern lassen und bloß kein Geld überweisen!
Mehrere Verbraucher haben sich bereits an die Verbraucherzentrale gewandt, da sie von angeblichen Staatsanwälten oder Polizisten angerufen worden sind. Sie sollten Geld in die Türkei überweisen, je nach Fall mehrere Hundert bis über 1000 Euro. Damit sollte eine angebliche Ermittlung gegen sie abgewendet werden. Wer nicht zahlen wollte, dem wurde mit sofortiger Verhaftung gedroht.
Besonders realistisch wirkt die Masche, da die Betrüger am Telefon eine Rückrufnummer angeben, unter der tatsächlich jemand zu erreichen ist. Auch werden die Verbraucher genauestens instruiert: Sollte es bei ihrer Bank kritische Nachfragen zur Überweisung geben, solle man sagen, dass das Geld für einen Freund sei.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät: Wer einen solchen Anruf erhält, sollte einfach sofort wieder auflegen. Keinesfalls sollte man sich einschüchtern lassen und Geld überweisen. Dass der Anrufer unseriös ist, kann man bereits daran erkennen, dass bundesstaatliche Einrichtungen keine Überweisungen per Anruf fordern.
Wer bereits Opfer der dreisten Masche geworden ist, sollte bei der Polizei Strafanzeige stellen. Dazu ist es hilfreich, wenn man sich Namen und Telefonnummer des Anrufers sowie Datum und Uhrzeit des Anrufs notiert hat. vzb/nd
Individuellen Rat erhalten Verbraucher in den Verbraucherberatungsstellen:
Vereinbarung persönlicher Beratungstermine am landesweiten Termintelefon unter (0331) 98 22 995 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr);
online unter www.vzb.de/termine;[1]
am Beratungstelefon unter (09001) 775 770 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, 1 Euro/min im deutschen Festnetz, Mobilfunk abweichend);
per E-Mail-Beratung auf www.vzb.de/emailberatung.[2]