nd-aktuell.de / 16.02.2015 / Politik

Grabschändigungen, Schmierereien, Parolen

Eine unvollständige Liste antisemitischer Übergriffe 2014

Hunderte jüdische Grabsteine wurden am Wochenende in Frankreich geschändet. Aber auch in Deutschland gehören Übergriffe auf jüdische Friedhöfe und Gedenkstätten zum Alltag. Ein unvollständiges Worst-Of des letzten Jahres.
  • 22. Januar: Zum wiederholten Mal werden in Seeheim (Hessen) die Scheiben des Rathauses mit Stolpersteinen eingeworfen.
  • 17. Februar: In Freiburg (BaWü) wird eine Gedenkstatue geschändet.
  • 23. Februar: In Herne (NRW) beschmieren Unbekannte ein Holocaust-Mahnmal mit Farbe. Drei Wochen später geschiet das selbe erneut.
  • 17. April: In Hüttenberg (Hessen) werden auf einem Friedhof jüdische Gedenktafeln mit Hakenkreuzen beschmiert.
  • 02. Juni: In Wittenberge (Brandenburg) werfen Unbekannte auf einem jüdischen Friedhof Grabsteine um.
  • 26. Juni:. In der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Thüringen) werden neonazistische Parolen entdeckt.
  • 04. Juli: In Wismar (Meck-Pom) werden acht Stolpersteine mit Beton übergossen.
  • 05. Juli:. Neonazis beschmieren die Anne Frank-Bildungsstätte in Frankfurt a.M. (Hessen) unter anderem mit »Heil Hitler«.
  • 14. Juli:. In Gelsenkirchen (NRW) werfen Unbekannte das Fenster einer Synagoge mit einem Gullideckel ein.
  • 18. Juli: In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald (Thüringen) rufen zwei Männer Nazi-Parolen und zeigen den Hitlergruß.
  • 28. Juli: In Bad Nenndorf (Niedersachsen) beschmieren Unbekannte einen jüdischen Gedenkstein mit Hakenkreuzen.
  • 29. Juli: In Wuppertal (NRW) werfen Unbekannte mehrere Molowcocktails auf eine Synagoge.
  • 17. August: In Gröbzig (Sachsen-Anhalt) wird ein jüdischer Friedhof geschändet.
  • 15. September: In Berlin-Mitte beschmieren Unbekannte ein jüdisches Mahnmal mit Parolen. Drei Wochen später prangen auch in Moabit Schmierereien an einer Gedenktafel.
  • 09. November: In Döbeln (Sachsen) stören Neonazis eine Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus.

fak