Berlin. Der Altmarkkreis Salzwedel wählt am Sonntag einen neuen Landrat. Neben dem bisherigen Landrat Michael Ziche (CDU) tritt für die Linkspartei der gelernte Maschineningenieur Andreas Höppner an. Wahlberechtigt sind nach Angaben des Kreises rund 75.000 Bürger. Da nur zwei Kandidaten ins Rennen gehen, ist eine Stichwahl ausgeschlossen.
Der 46-Jährige Höppner wurde in Gardelegen geboren und ist gelernter Maschinen- und Sicherheitsingenieur. Bekannt wurde er unter anderem als Betriebsratsvorsitzender eines regionalen Backwarenherstellers, als Stadtrat in Gardelegen und Kreistagsmitglied. »Die Kreispolitik muss Antworten auf die Fragen der Zukunft finden«, sagte Höppner unter anderem mit Blick auf den demografischen Wandel. Er wolle »hohe Lebensqualität für alle Menschen im gesamten Landkreis«. Wichtige Punkte seiner Agenda seien zudem Perspektiven für junge Leute und »Möglichkeiten für Ältere, aktiv zu sein und einen würdevollen Lebensabend zu verbringen«. Aus einer soliden Haushaltsführung heraus wolle er »die guten wirtschaftlichen Potentiale des Landkreises stärker fördern«. Dabei seien ihm »die Gedanken und Ideen der Menschen« wichtig. Er stehe »für einen bunten Altmarkkreis, für mehr Anerkennung, Respekt und Wertschätzung der Menschen, die unsere Hilfe brauchen und die Unterstützung der Kommunen«.
Ziche (53) ist seit 2008 Landrat im Kreis Salzwedel. Er wurde in Salzwedel geboren, absolvierte eine Ausbildung in der Landwirtschaft und war von 1983 an Mitarbeiter im Rat des Kreises Klötze. Nach der Einheit wurde Ziche Diplomverwaltungswirt und arbeitete dann in verschiedenen Funktionen in der Verwaltung. Er ist auch Präsident des Landkreistages.
Der Altmarkkreis Salzwedel ist in etwa so groß wie das Saarland. Mit rund 86.000 Einwohnern ist das Gebiet aber sehr dünn besiedelt. Im Schnitt wohnen im Kreis knapp 38 Einwohner auf jedem Quadratkilometer. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei rund 230 Einwohnern. Die größten Städte - die beide auch Hansestädte sind - sind Salzwedel und Gardelegen mit jeweils mehr als 20 000 Einwohnern.
Ebenfalls am Sonntag finden in Sachsen-Anhalt mehrere Bürgermeister und Oberbürgermeisterwahlen statt. dpa/nd
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/962615.altmarkkreis-kann-den-wechsel-waehlen.html