Berlin. Fast die Hälfte der Eltern wünscht sich, dass sie Familien- und Berufsarbeit gleichmäßiger untereinander aufteilen können. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Allensbach-Umfrage, die das Institut für Demoskopie und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Berlin vorstellten. Diesen Wunsch zu verwirklichen, ist aber nur einem Drittel der Paare möglich.
Die meisten Eltern wechseln der Umfrage zufolge nach der Geburt des ersten Kindes auf das Modell: Vater Vollzeit - Mutter Teilzeit (55 Prozent). Vor der Geburt sind 71 Prozent der Paare in Vollzeit erwerbstätig, nach der Geburt 15 Prozent. Etwa jede fünfte Mutter (17 Prozent) gibt die Berufstätigkeit nach der Geburt des ersten Kindes ganz auf.
An der Arbeit selbst liegt der Rückzug der Frauen nicht. 79 Prozent der Mütter und 72 Prozent der Väter geben an, der Job habe ihnen Freude gemacht, als sie noch keine Kinder hatten. Bedeutsam für die Aufgabenverteilung nach der Geburt sind vielmehr die Betreuungssituation und das Einkommen. 70 Prozent der Paare erklärten, die Betreuungsmöglichkeiten hätten den Ausschlag dafür gegeben, dass die Mutter in Teilzeit geht. Bei 60 Prozent ist das Einkommen entscheidend. Da der Mann mehr verdient, behält er seine Vollzeittätigkeit, die Frau geht auf Teilzeit herunter.
Das Institut für Demoskopie Allensbach hat für die Studie mehr als 3000 Mütter und Väter befragt, die mit kleinen Kindern unter sechs Jahren zusammenleben. epd/nd Kommentar Seite 4
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/977115.mutterglueck-und-teilzeitjob.html