»Wir haben entschieden, das Land zu verlassen, und dann haben wir es auch sofort gemacht. Wir haben die iranische Grenze überquert, dann waren wir in der Türkei, an unterschiedlichen Orten, und schließlich sind wir von der Türkei hierher gekommen. Es war schrecklich, ich weiß auch nicht, wie ich es dir erklären soll. Eine Nacht in den Bergen, zwei Stunden auf dem Meer. Es war sehr hart, wir hatten kein Essen und auch kein Wasser. Nichts!«
»Es gab einen Schlepper, als wir dort waren, ist er geflohen. Wir waren unterwegs vom Morgen bis zur Nacht! Wir hatten kein Essen. Wir mussten das Gepäck dort lassen und das haben wir dann auch gemacht. Es war wirklich gefährlich. Der Kapitän war einer von uns, er hatte keine Erfahrung, aber er musste es tun. Wir hatten keine andere Möglichkeit.«
»Wir schauen die ganze Zeit, wie ist die Situation in Syrien, wie ist unsere Situation hier, und wir denken die ganze Zeit nach über unsere Zukunft. Das macht mich manchmal richtig depressiv. Ich weiß nicht, das Leben ist nicht einfach! Für uns ist es nicht einfach! Früher, wenn jemand traurig war, haben wir nach ihm geschaut, warum er traurig ist, wenn heute jemand fröhlich ist, fragen wir ihn, warum bist du fröhlich? Alles hat sich verändert!«
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/988897.gesichter-der-flucht.html