Berlin. Es sind wahrhaft kosmische Tage. Da kündigt die US-Politikerin Hillary Clinton an, im Falle ihrer Wahl zur Präsidentin endlich Antwort auf die Frage zu geben, ob die USA womöglich schon längst Beweise für die Existenz von außerirdischen Lebensformen haben. Bei den Golden Globes holt das Weltraumepos »Der Marsianer« gerade zwei Preise. Und die neueste »Star Wars«-Episode rückt in der Liste der an der Kinokasse erfolgreichsten Filme immer weiter vor: Inzwischen hat der Streifen 1,58 Milliarden Euro eingespielt.
Eine gewisse Neigung zum Weltall hatte auch David Bowie, den einen der größten Musiker zu nennen niemand zögern kann. Und der deshalb auch auf den Titel dieser Ausgabe gehört: Bowie, der lange in Berlin wohnte, starb bereits am Sonntag im Alter von 69 Jahren. Auf seinem Weg ganz nach oben in der Musik markierte das 1972 erschienene Album »The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars« eine Art Sprung in eine neue Dimension, Songs wie »Starman« spielten auch mit dem Sehnsuchtsort Weltall. Auf »Space Oddity« gerät der Astronaut Major Tom nach dem Start ins Weltall in Schwierigkeiten - er hinterließ auch auf Deutsch gesangliche Spuren in Peter Schillings »Völlig losgelöst«.
Bowies Tod ist weltweit mit Bestürzung aufgenommen worden. Freunde, Fans und natürlich auch die nie schweigen könnenden Politiker riefen einem der ganz Großen ehrfürchtig nach.
»Hier sitze ich in einer Blechbüchse / Hoch über der Welt / Der Planet Erde ist blau«, singt Bowie alias Major Tom im gleichnamigen Song. »Und es gibt nichts, was ich tun könnte.« Wir hier unten können was tun: David Bowie auf seiner Reise viel Glück wünschen. Und seine Musik hören. tos Seite 3
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/997715.major-tom-voellig-losgeloest.html