CDU und Grüne fordern Haftungsprüfung am BER

  • Lesedauer: 1 Min.

Potsdam. Die Opposition im Landtag fordert weiterhin eine erneute Haftungsprüfung für die politisch Verantwortlichen beim Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER. Freie Wähler, CDU und Grüne legten am Dienstag entsprechende Anträge für die Landtagssitzungen im März vor. CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben forderte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf, sich diese Forderung zu eigen zu machen. Andernfalls würde er dem Landesrechnungshof gegenüber sein Misstrauen aussprechen, da dieser empfohlen hatte, eine erneute Prüfung der Haftung des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft zu erwägen.Der Landesrechnungshof hatte die Hintergründe für die mehrmalige Verschiebung der BER-Eröffnung in den Jahren 2011 bis 2013 unter die Lupe genommen. Die Freien Wähler verlangen nun, der Rechnungshof solle auch die Vorgänge in den Jahren 2013 bis 2015 prüfen. Außerdem forderten die Freien Wähler einen Untersuchungsausschuss des Landtags. Linksfraktionschef Ralf Christoffers und SPD-Fraktionschef Mike Bischoff lehnten dies ab. Es gebe ja bereits den BER-Sonderausschuss, »in dem alle Fragen gestellt werden dürfen«, meinte Christoffers. Bischoff sagte: »Ich halte von dem Ansinnen nichts. Ich glaube auch nicht, dass es dem Flughafenprojekt Wind unter die Flügel gibt.« dpa/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.