Junges Gemüse aus dem All
Forscher wollen Astronauten bei künftigen Langzeitmissionen im Weltraum mit frischer Nahrung versorgen
Bemannte Weltraummissionen könnten in Zukunft mehrere Jahre dauern. Und dann: Nichts als Astronautennahrung? Forscher arbeiten an frischen Alternativen.
Wer den Film »Der Marsianer« gesehen hat, ahnt es: Kartoffelanbau auf dem Mars ist nichts für Anfänger. Der dort gestrandete Astronaut Mark Watney (Matt Damon) zumindest steht dabei bis zu den Knöcheln in den eigenen Exkrementen, die den Knollen als Nährboden dienen. Doch mit Blick auf künftige Weltraummissionen wird die Fiktion bereits Wirklichkeit: Forscher arbeiten an Wegen, auch fern der Erde Gemüse zu züchten und Astronauten die Möglichkeit zu geben, sich auf langfristigen Missionen selbst zu versorgen.
Das Foto des Astronauten Scott Kelly, der auf der Raumstation ISS an einem dunkelroten Salatblatt knabbert, zog in Internet und Medien seine Kreise. Der rote Römersalat war an Bord der ISS gezüchtet worden - auf kleinen Nährbodenpäckchen, beschienen von roten und blauen LED-Leuchten. Wasser, Licht und bestimmte Nährstoffe braucht es zum Pflanzenwachstum. Doch im All ist dies nicht so leicht zur Hand. Die wertvollen Ressourcen ...
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