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Wer sich wundert, die Bundeskanzlerin in letzter Zeit so oft im gelben Wams zu sehen, der weiß seit einigen Tagen auch, warum. Es handelt sich um einen farblich ausgedrückten Willkommensgruß von Königin zu Königin. Gleich in der Nachbarschaft zum Bundeskanzleramt haben sich im Hof des Paul-Löbe-Hauses 50 000 Nektarschlürferinnen vom Stamme der Apis mellifera einquartiert. Die Bienen sind ihrer Königin auf Staatsbesuch einfach hinterhergemacht. Man kennt das. Eine wird eingeladen und 50 000 kommen. Die Kanzlerin ist nun um Schadensbegrenzung bemüht, indem sie so tut, als wäre sie selbst eine fleißige, demokratische, staatenbildende Honigproduzentin, die am liebsten ihren selbst gebackenen Bienenstich isst und ein Riesenvolk hinter sich versammelt, das den Platz auf dem Hof für seine eigenen Waben braucht. Mal sehen, ob die Zugereisten das kapieren und den Rückflug antreten. Die Königin könnte noch ein bisschen bleiben. Bis sie der Kanzlerin das Fliegen beigebracht hat. ott

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