LINKE will Abschaffung der Semestergebühr

  • Lesedauer: 1 Min.

Potsdam. Nachdem das Bundesverfassungsgericht am Montag die Erhebung von 51 Euro Rückmeldegebühr an brandenburgischen Hochschulen kippte, verspricht die Landtagsabgeordnete Isabelle Vandré (LINKE), ihre Partei werde sich dafür einsetzen, die von den Studenten zu entrichtende Semestergebühr aus dem Hochschulgesetz zu streichen - so wie es der Koalitionsvertrag mit der SPD vorsehe. In der Koalitionsvereinbarung von 2014 steht: «Die weitere Erhebung von Rückmeldegebühren wird vom Ausgang noch ausstehender Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts abhängig gemacht.» Das Gericht hatte die Gebühr als unangemessen hoch eingestuft, da die tatsächlichen Verwaltungskosten bei durchschnittlich nur etwa 20 Euro liegen. Die SPD-Abgeordnete Ulrike Liedtke sprach sich für die Rückzahlung des zu viel bezahlten Geldes aus, bezeichnete die Streichung der Gebühr aus dem Gesetz aber als «nicht zwingend». Für den Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) der Universität Potsdam steht fest, dass die von 2001 bis Wintersemester 2008/09 erhoben Gebühren nicht legal waren. Für später erhobene Gebühren sei das «rechtlich noch nicht endgültig geklärt». Der AStA fordert die ersatzlose Streichung aus dem Hochschulgesetz. af

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.