Unten links
Weil Medien ihre Leser kennen und wissen, wofür diese sich am brennendsten interessieren, konnte man gestern die »Nachricht« lesen, dass eine 20-Jährige sich einen lebendigen Aal in ihre Vagina gesteckt habe und welche Folgen dies gehabt habe. Nun könnte man sagen: Jeder kann ja in sich hineinstecken, was er möchte. In Absprache mit anderen auch in andere, sofern niemand dabei zu Schaden kommt. Wenn es in den Medien aber schon unbedingt um die Frage gehen muss, wer wem warum was wo hineinsteckt, wären da nicht andere Hineinsteckereien interessanter als die eingangs genannte? Warum kommt mir das in meiner Geldbörse steckende Kleingeld üppiger vor als die Summe, welche die Regierung in den Kulturhaushalt hineinsteckt? Steckt die Nase des Verfassungsschutzes in meinem Computer? Am interessantesten aber ist die Frage, in welchem Hinterteil deutsche Politiker wohl am tiefsten steckten, wenn Diktaturen jeweils ein Hinterteil hätten. tbl
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.