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  • Lesedauer: 1 Min.

Die Sehnsucht nach besseren Zeiten ist allgegenwärtig. In den Wochen des Wahlkampfs manifestiert sie sich an Straßenbäumen und Laternenpfählen. Was aber sind das für Zukunftsvisionen, die uns da blenden? Dieselben Gesichter wie eh und je (nur teils mit neuen Namen). Die gleichen Slogans wie jedes Mal. Und immer wieder dieselbe »Ästhetik«. Die besseren Zeiten, das teilen uns all die Plakate unverhohlen mit, die waren früher. Als Avantgarde der Nostalgie inszeniert sich indessen die FDP, die ihren Spitzenkandidaten konsequent in Schwarz-Weiß abbildet. Vorgestern first. Bedenken second. Spätestens, wenn man den Fernseher anschaltet - eine Errungenschaft aus dem vergangenen Jahrhundert -, kann man das Bedürfnis nach dem Altbewährten dann sogar nachvollziehen. Jene goldene Ära, als ein Duell noch satisfaktionsfähigen Adligen, Offizieren und Studenten vorbehalten war, die mit tödlichen Waffen um ihre Mannesehre stritten - das waren Zeiten! mha

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