Einmal tief in sich gehen
Debatte Talkshow-Pause
In die Diskussion um die Themensetzung in TV-Talkshows hat der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, einen interessanten Vorschlag eingebracht. Zimmermann plädierte in der »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung« dafür, sämtliche Talkshows für ein Jahr pausieren zu lassen. Die Macher und Macherinnen der entsprechenden Formate hätten so Zeit, sich über Inhalt und Konzept ihrer Sendungen Gedanken zu machen. Ausschlaggebend für Zimmermanns Anregung sei die letzte Sendung von Sandra Maischberger gewesen, in der es nach der Ausstrahlung der Michel-Houellebecq-Verfilmung »Unterwerfung« um das Thema »Die Islamdebatte: Wo endet die Toleranz« ging.
»Mehr als 100 Talkshows im Ersten und im ZDF haben uns seit 2015 über die Themen Flüchtlinge und Islam informiert und dabei geholfen, die AfD bundestagsfähig zu machen«, wird Zimmermann in der Zeitung zitiert. Die einjährige Talkshow-Pause könnte für die Integration in Deutschland hilfreich sein, so Zimmermann weiter. nd
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