- Brandenburg
- Christian Görke
Brandenburgs Finanzminister möchte Kitagebühren komplett abschaffen
Linksparteipolitiker will auch mehr Personal in Kitas und Horten
Berlin. Die Elternbeiträge für das letzte Kitajahr vor der Einschulung hat das Land Brandenburg bereits 2018 abgeschafft. Nun plädiert Finanzminister Christian Görke (LINKE) dafür, »als eine der ersten Maßnahmen nach der Landtagswahl« am 1. September 2019 die Kitagebühren im Bundesland komplett abzuschaffen.
»Das wird das Land Brandenburg inklusive eines besseren Personalschlüssels und der gleichzeitig wegfallenden Elternbeiträge für den Schulhort noch einmal 500 Millionen Euro nur für die kommenden fünf Jahre kosten«, rechnete Görke im nd-Interview vor. Aber Bildung sollte prinzipiell kostenlos sein, meinte er.
»Ich kenne sonst keinen Finanzminister in der Bundesrepublik, der für ein politisches Vorhaben, das derart viel Geld kostet, Druck macht«, sagte Görke. »Das funktioniert offensichtlich nur mit einem Finanzminister von der Linkspartei.« Görke will seinen Wahlkreis bei den Landtagswahlen erneut gewinnen und nicht über die Parteiliste ins Parlament einziehen. Er hofft in einer rot-grün-roten Koalitions weiterhin Finanzminister sein zu können. Lesen Sie hier das ganze Interview. nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.