Bei Franzosens im Bette
»Das Salz der Tränen«
Am Anfang meint man, es mit einer klassischen Romanze zu tun zu haben, ein bisschen zu klassisch vielleicht. Ein Mann und eine Frau treffen an einer Pariser Bushaltestelle aufeinander, gegenseitige Anziehung ist vorhanden, die Luft knistert. Er spricht sie an, man verabredet sich für den Abend. Später küsst man sich. Klaviermusik perlt, dazu eine sonore Erzählerstimme aus dem Off. Das alles im Breitwandformat und Schwarz-Weiß, wie in den besten Zeiten der Nouvelle Vague.
Der geübte Zuschauer vermutet einen doppelten Boden und wartet auf den Bruch, die Erzählebene hinter der Oberfläche. Aber ach, es geht genau so weiter: Luc verführt Djemila, die dahinschmilzt; später trifft Luc seine Jugendliebe Géneviève wieder, die beiden beginnen eine B...
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