Loslassen
Unten Links
Die Schriftstellerin Eva Menasse sagt, wir sollen gerade in Zeiten wie diesen mal wieder das Loslassen lernen. Sorgen wegen der Vereinsamung der geliebten Großmutter und dem eigenen Jobverlust, dem Abdriften der Kinder in der Schule einfach mal beim Stoßlüften zum Fenster rausjagen. Vorherige Generationen konnten das viel besser mit der Demut, als es noch echte Kohlrübenwinter gab, Jesses. Einfach mal Danke sagen, dass man gerade nicht auf der Intensivstation die dritte Schicht in Folge schieben muss; einfach mal froh sein, jetzt keine Verkäuferin in der Drogerie zu sein, die als UN-Blauhelm zwischen zwei Klopapierhamsterern vermitteln muss. Oder glücklich darüber, keines dieser armen Würstchen ohne Verlag zu sein. Dann lieber in Alpaka-Socken auf der Chaiselongue, einen warmen Matcha-Tee in beiden Händen haltend, die innere Einkehr zelebrieren - wird schon vorbeigehen das mit dem Corona. Einfach mal die Warnweste ausziehen. Es ist längst an der Zeit, uns mal wieder biedermeiermäßig wegzuducken, wenn’s draußen in der Welt irgendwie ungemütlich wird. cod
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.