Das Aktionstheater lebt

»Pierre und die anderen« in den Sophiensälen

  • Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer über sich selbst lachen kann, ist in einer hervorragenden Position. Er kann spotten, was das Zeug hält und sogar ungeschoren ein paar Hiebe austeilen. Bei der Theaterproduktion »Pierre und die anderen« von Christine Groß und Ute Schall, die – gefördert vom Hauptstadtkulturfonds in Koproduktion mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz – entstand, ist dieser Ausgangspunkt gewählt. In dem Stück, das seine Premiere in den Sophiensälen erlebte, wird die Off-Theater-Szene hochgenommen.

Realer Hintergrund ist, dass Schauspieler hier tatsächlich oft am Existenzminimum leben, um das machen zu können, was sie wollen. In diesem Fall ist es hedonistisch geprägt, total überzogen und introvertiert. Kein Mensch will das sehen. Doch mit ihrem Aufheizruf »Das Aktionstheater lebt« richten sich die Schauspieler immer wieder auf und meinen, etwas Tolles auf die Bühne gebracht zu haben. In »Pierre und die anderen« will allerdings Schauspi...


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