- Unten links
- Tagesglosse
Unten links
Da wir als Atheisten nur begrenzt an Zufälle glauben, muss etwas dahinter stecken, dass ausgerechnet jetzt eine Studie über das Weinen erschienen ist – da zwei Frauen in Deutschland sich anschicken, Regierungen zu leiten. Wir nehmen an, dass Frau Merkel und in Thüringen Frau Lieberknecht dem weiblichen Durchschnitt entsprechen, welcher bis zu 64 Mal im Jahr weint, wie das Augenarzt-Fachjournal »Der Ophthalmologe« mitteilt. Weibliches Weinen wirke länger, dramatischer und herzzerreißender, heißt es, und die Herren an den Verhandlungstischen in Berlin und Erfurt werden womöglich wissen, was die Mediziner meinen. 64 Mal im Jahr – das reicht für sämtliche Kabinettsitzungen und lässt Reserven für Koalitionsverhandlungen. Zumal Frauen unter anderem dann gern in Tränen ausbrechen, wenn sie vor schwer lösbaren Konflikten stehen. Insofern ist Angela Merkel für die nächsten Wutanfälle von Wulff, Seehofer oder Westerwelle gut gerüstet. Ophthalmologisch gesehen. wh
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.