Werbung

Skulpturen aus Waldsiedlung nicht verschwunden

Bernauer Klink versichert: Die 13 Kunstwerke sind allesamt vorhanden und eingelagert

  • Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Die Skulpturen aus der Bernauer Waldsiedlung befinden sich nach wie vor auf dem Gelände. Von einem Verschwinden könne keine Rede sein. Wert auf diese Feststellung legt die Brandenburg-Klinik Bernau Waldfrieden GmbH. Das teilte eine von dem Unternehmen beauftragte Rechtsanwaltskanzlei mit. Demnach sind die Kunstwerke, »um sie vor weiterem witterungsbedingten Verfall zu schützen«, eingelagert worden – um es dem Eigentümer zu ermöglichen, sie restaurieren zu lassen, wie es heißt. Die Kunstwerke standen seit der Erbauung der Waldsiedlung für die Familien der SED-Politbüromitglieder dort.

»Die Skulpturen sind Mitte März 2010 demontiert worden, wobei infolge von Korrosion die Skulptur ›Die Schwimmerin‹ im Fersenbereich abgebrochen ist«, erklärte die Rechtsanwaltskanzlei jetzt. Die Polizei habe sich für den Vorgang interessiert. Ein Beamter habe sich »durch Augenschein davon überzeugen können, dass sämtliche Figuren vorhanden und eingelagert sind«.

ND hatte nach dem Hinweis eines Lesers am 7. April berichtet, dass die Figuren entfernt worden sind. Dazu veröffentlichte ND ein Foto von den abgebrochenen Füßen der »Schwimmerin«. Eine Auskunft von der Klinik war jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht zu bekommen, da der auf Anfrage als Ansprechpartner genannte Geschäftsführer in der vergangenen Woche Urlaub machte.

Die »Schwimmerin« ist eine Arbeit von Waldemar Grzimek. Dieser war Professor an der Kunsthochschule Weißensee und leitete einst die Kommission, die Skulpturen für die Waldsiedlung aussuchte.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.