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Korruptionsfall bei Flughafenbau
Schönefeld (dpa). Die Staatsanwaltschaft geht einem Bestechungsverdacht beim Bau des künftigen Großflughafens Schönefeld nach. Es geht um einen Millionenauftrag für Wasserleitungen. Die Ermittlungen richten sich gegen den Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband und eine Baufirma, wie die für Korruption zuständige Staatsanwaltschaft in Neuruppin gestern bestätigte.
Die fraglichen Rohrleitungen wurden 2006 für den Flughafenbau umverlegt. Der Zweckverband ist für die Verlegung von Leitungen zuständig und hatte den Auftrag vergeben. Staatsanwalt Frank Winter sagte, geprüft werde nun, ob die Vergabe korrekt erfolgt sei oder ob der Auftrag gegen Zahlung von Schmiergeld erteilt worden sei.
Die Flughafengesellschaft erläuterte, man habe mit dem Zweckverband zwei Verträge geschlossen, nach denen der Verband die ihm gehörenden Leitungen selbst umverlegen sollte. Der Verband habe »als Bauherr in Eigenregie« dafür unter anderem die Firma Rohrleitungs- und Anlagenbau Königs Wusterhausen beauftragt. Vertraglich sei eine Auftragsvergabe im Wettbewerb festgelegt worden. Die Rechnungen seien am Ende von der Flughafengesellschaft nach eingehender Prüfung gezahlt worden. Sollte sich nun der Bestechungsverdacht bestätigen und die Flughafengesellschaft durch kriminelle Energie geschädigt worden sein, würde man »zu viel gezahltes Geld zurückfordern«, erklärte Flughafensprecher Ralf Kunkel.
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