Kubus bald käuflich

Temporäre Kunsthalle schließt am 31. August

  • Lesedauer: 2 Min.

(dpa). Auch nach dem Stopp für das Berliner Stadtschloss wird die Temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz am 31. August geschlossen. Das provisorische Kunsthaus habe man auf zwei Jahre angelegt, für eine Fortsetzung wären ein neues Projekt sowie eine neue Finanzierung notwendig, sagte Sprecherin Bärbel Hartje. Zum Endspurt verkleidet der Künstler Carsten Nicolai die Fassade des Gebäudes zunächst mit einer weißen Folie und versetzt das Haus in eine Art »Null-Zustand«. Unter dem Namen »FischGrätenMelkStand« wird am 1. Juli dann die letzte Ausstellung eröffnet, kuratiert vom Künstler John Bock.

Ursprünglich sollte die Kunsthalle den Bauarbeiten für das Schloss weichen. Offen ist allerdings noch die Zukunft der Halle, die vom österreichischen Architekten Adolf Krischanitz entworfen wurde. Die mit einer Kunststoff-Folie bezogene Struktur soll vom 9. September an abgebaut und verkauft werden. Interessenten könnten sich noch melden, sagte Hartje.

Bei Nicolais Kunstaktion »autoR 2010« können Besucher bis 13. Juni auf einer Hebebühne selbst Aufkleber an der Fassade anbringen. Damit soll bis Ende August eine sich permanent wandelnde Oberfläche entstehen.

Nach den Sparplänen der Bundesregierung wird der Wiederaufbau des Berliner Schlosses bis zum Jahr 2014 auf Eis gelegt. Das Kabinett bekannte sich in seiner Sparrunde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zwar grundsätzlich zu dem auf 552 Millionen veranschlagten Mammut-Projekt, verschob den Baubeginn jedoch von 2011 auf das Jahr 2014.

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