Asylbewerber erhalten mehr Freiheit

Brandenburg erweitert Reisemöglichkeiten

  • Lesedauer: 1 Min.

Potsdam (dpa/ND). Asylbewerber in Brandenburg können sich in wenigen Wochen im Land frei bewegen. Das Landeskabinett billigte am Dienstag eine entsprechende Verordnung von Innenminister Rainer Speer (SPD) für Asylbewerber mit sogenannter Aufenthaltsgestattung. Bisher mussten sie eine besondere Erlaubnis für das vor-übergehende Verlassen des Landkreises oder der kreisfreien Stadt beantragen. Von der neuen Verordnung profitierten etwa 1100 Menschen, teilte die Staatskanzlei mit.

»Unsere heutige Entscheidung macht es Asylbewerbern einfacher, ihre sozialen und familiären Kontakte zu pflegen und kulturelle, sportliche, religiöse und sonstige Angebote innerhalb des Landes Brandenburg spontan wahrzunehmen«, sagte Speer. Dies ist eine vernünftige und unbürokratische Regelung im Interesse der Betroffenen. Es bleibe die Verpflichtung bestehen, am zugewiesenen Ort oder in der zugewiesenen Unterkunft zu wohnen.

Die Regelung soll nach Angaben des Justizministeriums spätestens Ende Juli bis Anfang August im Gesetzes- und Verordnungsblatt des Landes veröffentlicht werden und damit in Kraft treten. Nach Angaben der Staatskanzlei wollen danach die Länder Berlin und Brandenburg die Reisemöglichkeiten von Asylbewerbern und Geduldeten ins jeweilige Nachbarland durch abgestimmte Erlasse erleichtern.

- Anzeige -

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -