Unterschriften für Alleen übergeben

  • Wilfried Neiße
  • Lesedauer: 2 Min.

Die Volksinitiative »Rettet Brandenburgs Alleen« hat gestern im Landtag rund 25 700 Unterschriften an Landtagsvizepräsidentin Gerrit Große (LINKE) übergeben. Große sicherte die vorgesehene Prüfung zu. Für einen Erfolg der Initiative müssen 20 000 Unterschriften gültig sein.

Die Initiative fordert, das bislang gültige Alleen-Konzept durch eine Neuregelung zu ersetzen, die dem Schutz der Alleen nachhaltiger Rechnung tragen würde. An der Volksinitiative beteiligten sich beispielsweise der Naturschutzbund, der Bund für Umwelt und Naturschutz, die Grüne Liga und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Für die Initiative sagte Giesela Ziehm, dass jeder gefällte Baum zeitnah ersetzt werden müsste und sowohl ältere als auch nachgepflanzte Alleebäume pfleglich behandelt werden sollten. Dies sollte besonders im Hinblick auf Streusalz gelten. Ziehm warf der Regierung vor, mit ihrem heutigen Konzept zumindest zeitweilig ein Drittel der Alleebäume zu beseitigen und erst im Jahr 2060 den heutigen Stand wieder erreichen zu wollen. Doch könne niemand glauben, dass solche Zusagen in 30 oder 40 Jahren noch gelten.

Landtagsvizepräsidentin Große sagte, das Anliegen werde von sehr vielen Brandenburgern und auch ihren Gästen geteilt. Welchen Schatz die Alleen darstellen, sei erst nach der Wende durch staunende Westdeutsche bewusst geworden, denn die Brandenburger »sind mit ihnen groß geworden«. Ein Erfolg der Initiative zwingt den Landtag, sich mit dem Anliegen zu beschäftigen. Sollte es abgelehnt werden, steht den Initiatoren der Weg zu einem Volksbegehren offen.

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