Das Siegtor wäre besonders schön
Conny Pohlers vorm Spitzenspiel der Frauenbundesliga: Frankfurt empfängt Potsdam
ND: Am Sonntag steigt das Spitzenspiel. Schon aufgeregt?
Pohlers: Die Aufregung kommt erst am Sonntag. Immerhin geht es gegen meinen Ex-Verein!
Wie stehen Frankfurts Chancen, das Spiel zu gewinnen?
Sehr gut! Die Tagesform wird entscheiden.
Kann es die Vorentscheidung in der Meisterschaft werden?
Will ich noch nicht sagen. Hamburg und Duisburg können uns noch etliche Punkte klauen.
Beim Hinspiel in Potsdam war die Stimmung sehr hitzig. Wie wird es Sonntag?
Der Potsdamer Trainer Bernd Schröder redet seit Monaten eigentlich nur von diesem Spiel. Sowas überträgt sich auf die Spielerinnen. Ich hoffe, dass alle das Spiel gesund überstehen.
Sie haben lange in Potsdam gespielt. Sind Sie gegen ihren Ex-Klub besonders motiviert?
Ich bin immer motiviert. Ich gebe aber zu: Das Siegtor gegen Potsdam zu schießen, wäre besonders schön!
Trainer oder Trainerin, was ist Ihnen denn persönlich lieber?
Trainer. Ich hab in meinen Vereinen immer unter Männern trainiert. Das Verhältnis zu einem Mann ist einfach ein anderes.
Was muss am Sonntag besser gelingen als beim 1:2 in Potsdam?
Wir müssen einfach unsere Torchancen nutzen. Spielerisch müssen wir uns nicht verstecken.
Wie fühlen Sie sich in der Rolle des Jokers?
Damit bin ich natürlich nicht so zufrieden. Ich will natürlich immer von Anfang an spielen.
Stichwort Nationalmannschaft. Was erhoffen Sie sich von der Frauen-WM 2011 in Deutschland?
Das ist das größte Highlight überhaupt im Frauenfußball der letzten Jahre. Und ich hoffe, dass die Mannschaft nicht so sehr mit dem Druck in dieses Turnier geht. Dann ist hier schon der WM-Titel für Deutschland drin.
Apropos Publikum. Meinen Sie, gegen Turbine kommen noch mehr Fans als die 4300 in der vergangenen Saison?
Ich glaube schon, dass an die 5000 kommen werden. Das hängt aber natürlich am Ende auch einfach nur vom Wetter ab.
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