S-Bahn: Länder fordern Lösung bei Anschlüssen

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(dpa). Die Länder Berlin und Brandenburg haben die S-Bahn aufgefordert, die durch ihren Winterfahrplan hervorgerufenen Anschlussprobleme kurzfristig zu lösen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verwies am Dienstag darauf, dass es im Frühverkehr am Wochenende zu Anschlussproblemen an Umsteigebahnhöfen komme.

In ihrem Konzept mit dem generellen Tempolimit 60 sehe die S-Bahn keinen Wochenend-Nachtverkehr im gewohnten 30-Minuten-Takt vor. Die Züge kämen nur alle 40 Minuten. Die Verwaltung forderte die S-Bahn in einem Schreiben auf, dieses Problem bis zum Wochenende zu lösen. Ein ähnliches Schreiben erhielt die Tochter der Deutschen Bahn aus dem Brandenburger Verkehrsministerium. Sowohl Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer als auch ihr Potsdamer Kollege Jörg Vogelsänger (beide SPD) betonten, dass die S-Bahn ihren Notfahrplan den Ländern zwar vorgestellt habe, die Veränderung des Wochenendfahrplans aber nicht Thema gewesen sei.

Junge-Reyer sagte: »Ich erwarte, dass die Anschlusslücken von und zur S-Bahn bereits am kommenden Wochenende geschlossen werden.« Dies könne durch eine noch frühere Taktverdichtung des Angebots auf 20 Minuten geschehen. Die S-Bahn könne aber auch Zusatzfahrten für die gestörten Bus- und Straßenbahnanschlüsse bestellen. »Wo dies kurzfristig nicht möglich oder sinnvoll ist, erwarte ich von der S-Bahn eine unkomplizierte Regelung zur alternativen Nutzung von Taxen«, erklärte die Senatorin.

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