CCS-Lagerung möglichweise auch in Berlin

  • Lesedauer: 1 Min.

(epd/ND). Von den am Wochenende veröffentlichten möglichen Standorten für die Lagerung von Kohlendioxid wäre nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auch Berlin betroffen. Die von Experten erarbeitete Liste führe den Ahrensfelder Ortsteil Lindenberg auf, wo auf einer Gesamtfläche von 54,9 Quadratkilometern bis zu 77 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Gases gelagert werden könnten, teilte der BUND am Montag in Berlin mit. Die Ausdehnung würde bis in die Bundeshauptstadt hineinreichen, hieß es.

Mit der sogenannten CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) wollen Energiekonzerne das klimaschädliche Treibhausgas, das beim Betrieb von Kohlekraftwerken entsteht, unterirdisch speichern. Umweltschützer warnen dagegen seit langem vor Risiken: Das Gas könne entweichen und das Grundwasser versauern. Probebohrungen für CCS-Anlagen haben in manchen Regionen wie etwa in Brandenburg zu massiven Bürgerprotesten geführt. Vor kurzem war zudem bekannt worden, dass es bei einem Pilotprojekt in Kanada Probleme gegeben haben soll.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.